Nordengraben 8, 58636 Iserlohn

Etwa 10% der Menschen erleben irgendwann in ihrem Leben eine Fasciitis plantaris Fasciitis plantaris ist eine häufige Erkrankung, die in einem oder beiden Füßen auftreten kann und Fersenschmerzen (in der Regel akut) verursacht. Sie ist die häufigste Verletzung der Plantarfaszie und bezieht sich auf eine Entzündung eines dicken Gewebebandes, das über den Fußgrund verläuft und das Fersenbein mit den Zehen verbindet.

Die Plantarfaszie (Foto rechts) stützt den Fußbogen und nach extremer Belastung kann es zu einer Zerrung, Schwellung und Entzündung kommen. Wiederholte Belastung (unpassende Arbeitsschuhe, schlechtes Schuhwerk)kann ebenfalls kleine Risse im Band verursachen, die Schmerzen und Schwellungen verursachen.

Die Patienten berichten über Schmerzen sowohl im Gehen als auch im Stehen.

Fersenschmerzen/Fasciitis plantaris (Fersensporn)

Fersenschmerzen/Fasciitis plantaris (Fersensporn)

Die Röntgenaufnahme der betroffenen Ferse zeigt oft den berühmten „Fersensporn“, der eigentlich nicht viel mit der Ursache

der Schmerzen zu tun hat. Studien haben gezeigt, dass bei 30% von schmerzfreien Fersen eine knöcherne Auszeichung zu erkennen ist und nur 70% der Patienten mit Fersenschmerzen einen „Fersensporn“ haben. Das bedeutet, dass Fersenschmerzen eine Erkrankung der Weichteile ist und keine knöcherne Läsion. In seltene Fällen ist ein Nerv (Ramus calcanearis lateralis oder medialis) eingeklemmt (Baxter Neuralgie). Differentialdiagnostisch muss eine Knochenentzündung oder ein Bruch des Fersenbeins ausgeschlossen werden.

Was sind die Symptome der fasciitis plantaris?
Patienten berichten im Allgemeinen von einem starken Schmerz, der normalerweise bei den ersten Schritten am Morgen auftritt. Plötzliches Strecken der Fußsohle kann die Schmerzen verstärken. Es ist erwähnenswert, dass in extremen Fällen Symptome wie Taubheit, Kribbeln und Schwellungen in der gesamten Fersenregion auftreten.

Behandlung – Triggerpunkt-Therapie
Die medikamentöse Therapie bringt in der Regel, wenn überhaupt nur eine kurzfristige Schmerzlinderung. Die bekannteste Kortisonspritze sollte aufgrund befürchteter Komplikationen, wie zB Nekrose des Fettpolsters oder bakterieller Entzündung vermieden werden.

Plantarfasziitis ist typischerweise mit Triggerpunkten in den Muskeln Gastrocnemius, Soleus, Plantaris und Quadratus Plantae assoziiert (siehe Fotos).

Diese können mit dry needling oder/und radialer/fokussierter Stosswellentherapie behandelt werden. Diese Triggerpunkte sind leicht zu finden können auch in Eigenregie mit einfachen Mitteln zuhause weitergeführt werden. Ein Nachbehandlungsprogramm mit Stretching, Kräftigungsübungen und Versorgung mit anatomischen Schuheinlagen verspricht sehr gute Erfolge.

Triggerpunkte im M. soleus und im quatratus plantaris

Fersenschmerzen/Fasciitis plantaris (Fersensporn)

Fotoquellen: http://www.iplantarfasciitis.com, Trigger&Kohls Verlag

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