Nordengraben 8, 58636 Iserlohn

Schulterschmerzen und Triggerpunkte

Das Impingement-Syndrom

Das Impingement-Syndrom ist eine sehr häufige Ursache von Schulterschmerzen und kann eine Vorstufe zu Sehnenscheidenentzündung oder eine ernster Riss in der Rotatorenmanschette sein.

Ein Schulterimpingement tritt auf, wenn die Sehnen der Rotatorenmanschette in einem engen Knochenraum, den subakromialen Raum im Schultergelenk  eingeklemmt werden. Das Impingement reizt die Sehnen und entsteht eine Entzündung und Schmerzen. Da die Entzündung eine Schwellung der Sehnen verursacht, verschlimmert sich durch die erhöhte Reibung die Beweglichkeit der Rotatorenmanschette und des Schultergelenks insgesamt. Ohne Pause und Behandlung wird dieser Zyklus fortgesetzt, bis die Sehne gerieben wird und schließlich auseinandergerissen werden kann.

Ursachen

-Wiederholte Überkopfbewegungen im beruflichen Bereich oder im Sport, wie beim Tennis, Schwimmen, Golf, Gewichtheben.

-Reizung der Rotatorenmanschette durch Wurfsportarten.

-Grundlegende Veranlagung mit angeboren engem subakromialen Raum

-entzündliche Erkrankungen einschließlich rheumatoide Arthritis.

-Kalkschulter (Tendinitis calcarea)

Risikofaktoren

Menschen, die mit erhobenen Armen sich wiederholende Bewegungen ausführen, leiden am meisten darunter. Sportarten wie Schwimmen oder Tennis oder Beschäftigungen, wie Malen und Dekorieren, Arbeiten in einem Lagerhaus und in der Pflege erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dieses Syndrom zu entwickeln. Schlafen mit einem Arm in einer aufrechten Position und Rauchen sind ebenfalls signifikante Risikofaktoren.

Symptome

-Schulterschmerzen und Schwierigkeiten, den Arm über die Horizontale zu heben

-Schmerzen im Schlaf, wenn der betroffene Arm gedreht oder gedrückt wird

-Schmerzen bei Drehbewegungen im Schultergelenk.

Triggerpunkte

Impingement führt oft zur Bildung von Triggerpunkten in den Muskeln der Rotatorenmanschette, die noch eine Zeit lang bestehen bleiben, selbst nachdem das Impingment abgeklungen ist. Triggerpunkte können ziemlich schnell auftreten. Das kann zB durch ungeschicktes Schlafen auf der Schulter, wobei die Manschettensehne gedrückt wird oder durch eine aussergewöhnliche Krafteinwirkung während eines Überkopfschusses im Tennis. Solche Handlungen können eine kleine Schwellung und Schmerzen verursachen.

In den breiten, flachen Bäuchen des M. supraspinatus und des M. infraspinatus sowie in den kräftigen, mittleren Fasern des M. trapezius entwickeln sich häufig Triggerpunkte.

Frühintervention

Unbehandelt kann das Impingement-Syndrom zu einer Tendinitis der Rotatorenmanschette und einer Schleimbeutel-Entzündung führen. Die Sehnen der Rotatorenmanschette können lange Zeit unbehandelt bleiben und durch das ständige Reiben abgenutzt werden, so dass sie dünn werden und vollständig reißen können, was zu anderen Komplikationen führt. Die Behandlung der Krankheit in den frühen Stadien ist eine viel einfachere und schnellere Lösung. Viele Menschen versuchen, den Schmerz einfach “durchzuarbeiten”. Dies bedeutet, dass andere Bereiche des Körpers die Belastung übernehmen und die Muskeln außerhalb ihrer normalen Fähigkeit zur Kompensation verwendet werden. Bizepsrupturen sind als Nebenwirkung eines Schulteraufpralls nicht unbekannt.

Therapie

Die Therapie mit speziellen Übungen zeigt die besten Ergebnisse unter den konservativen Behandlungsmöglichkeiten.

Der Einschluss der Triggerpunkte Therapie mittels dry needling im Behandlungsprotokoll zeigt eine erhebliche Verkürzung der Behandlungsdauer und rapide Linderung der Schmerzen.

Als Alternative zur Triggerpunkt Akupunktur bietet sich die fokussierte Stosswellentherapie. Die radiale SWT dient der Lockerung der Muskulatur und Verbesserung der Durchblutung.

Die physikalische Therapie, wie zB scheint eine geringere Wirksamkeit zu haben.

Komplikationen ohne Therapie

Zunehmende Steifigkeit des Gelenks und weiterer Bewegungsverlust können die Folge sein, wenn die Beschwerden ignoriert werden oder die Therapien keine Linderung gebracht haben. Rotatorenmanschettensehnen können gerissen werden, wenn eine außergewöhnliche Tätigkeit vor der vollständigen Erholung durchgeführt wird. Auf dem Boden des Impingements entwickeln sich Sehne- und Schleimbeutelentzündungen.

Kosten der Therapie

Die Triggerpunkt Akupunktur gehört zu den privatärztlichen Leistungen. Die Behandlungskosten orientieren sich an der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).Die Höhe richtet sich nach Aufwand, Zeitdauer und Anzahl der behandelten Regionen. Ein Erstattungsanspruch gegenüber der gesetzlichem Krankenversicherung besteht nicht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an unser Praxisteam.

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