Nordengraben 8, 58636 Iserlohn

Arthrosebehandlung

knieDer Begriff Arthrose (altgriech. ἄρθρον arthron, ‚Gelenk‘) bezeichnet nach einer nichtamtlichen Definition in Deutschland einen „Gelenkverschleiß“.

Ursächlich werden ein Übermaß an Belastung (wie etwa bei Übergewicht) angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen, Fehlstellungen der Gelenke oder Gelenkentzündungen gesehen.

Grundsätzlich kann in allen Gelenken eine Arthrose entstehen. In Deutschland ist die Erkrankung am häufigsten im Kniegelenk lokalisiert. Arthrose ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis.

Schmerzbehandlung bei Arthrose in unserer Praxis:

Medikamentöse Schmerztherapie

In akuten und subakuten Schmerzzuständen können am Anfang Analgetika und die sogenannten nicht steroidale Antirheumatika eingesetzt werden.
Eine längerfristige Schmerzmitteleinnahme sollte jedoch grundsätzlich aufgrund der Gefahr der Gewöhnung und der Nebenwirkungen vermieden werden.

Physikalische Schmerztherapie

Durch die Elektrostimulation kann bei einer Arthrose eine Beschwerdelinderung eintreten. Die transkutane Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, dass sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem betroffenen Gelenk aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden.

Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im Schmerzbereich.

Patienten im chronischen Stadium der Erkrankung empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen als besser wirksam. Das kann z.B. durch die Ultraschalltherapie erzielt werden. Durch Ultraschall wird in Form von Kontaktschall das Gewebe mechanisch erwärmt.
Nahezu unverzichtbar ist aber bei Arthrose die heilgymnastische Therapie mit Bewegungsübungen und Kräftigung der gelenkführenden Muskulatur. Damit wird die Gelenkfunktion gefördert.

Spezielle Schmerztherapie

Intraartikulare Injektion von Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure ist ein natürlich vorkommender Bestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia) und dient als Schmiermittel der Gelenke. Die industriell hergestellte Hyaluronsäure wird seit 2 Jahrzehnten zur Behandlung von Arthrose eingesetzt. Bei der intraartikulären Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäure wird das Gelenk direkt punktiert und Hyaluronsäure hineingespritzt. Diese Behandlung ist weit verbreitet und wird sehr häufig bei Patienten mit Arthrose eingesetzt.

Grundsätzlich kann eine solche Behandlung bei jedem arthrotischen Gelenk eingesetzt werden. Das am häufigsten von Arthrose betroffene Kniegelenk eignet sich technisch (Größe, einfacher Zugangsweg) besonders gut für Gelenkpunktionen. Wissenschaftliche Untersuchungen liegen daher vor allem für die Injektion von Hyaluronsäure in das Kniegelenk vor.

Zusammenfassend kann nach der gegenwärtigen Datenlage davon ausgegangen werden, dass die intraartikuläre Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäure bei Patienten mit Arthrose Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern kann. Patienten mit leichter bis mittelschwerer Arthrose profitieren möglicherweise mehr als solche mit schweren, fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen.

Die intraartikuläre Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäurepräparaten ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Die Kosten für die Behandlung müssen also von den Versicherten selbst übernommen werden.

Sollte jedoch jeglicher Therapieversuch fehlschlagen und die Beschwerden im befallenen Gelenk zunehmend fortschreiten, dann kommt die operative Therapie mit Ersatz des arthrotischen Gelenks durch ein künstliches in Frage. Das gilt vorwiegend für das Knie- und Hüftgelenk.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailFacebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail