Nordengraben 8, 58636 Iserlohn

Therapeutische Lokalanästhesie

Die therapeutische Lokalanästhesie beinhaltet nach der Anamnese und der Untersuchung von Patienten nach Palpation einer gestörten Struktur die Lokalanästhesie dieses Bereiches mit der Unterbrechung eines Reflexgeschehens, das den Schmerzkreislauf in diesem Bereich unterhält.
Zahlreiche Substanzen können die Nervenleitung blockieren. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch lediglich um einen Begleiteffekt. Als Lokalanästhetika haben nur wenige Substanzen klinische Bedeutung. Lokalanästhetika zeichnen sich durch spezifische Wirkungen am Nerven aus. Sie haben jedoch auch Wirkungen an anderen Organsystemen. In höheren Dosierungen ist mit spezifischen, toxischen Reaktionen zu rechnen.
Exemplarische Darstellung von einigen invasiven Therapieverfahren der therapeutischen Lokalanästhesie
Bei der therapeutischen Lokalanästhesie (TLA) unterscheidet man periphere und zentrale Injektionstechniken. Injiziert werden bei den peripheren Techniken Lokalanästhetika mit und ohne Corticoidzusatz zur Abschwellung am häufigsten im Bereich von Gelenken, Nerven, Bändern und Muskulatur. Häufig werden infiltriert, die für die Klinik des gestörten Bewegungsapparates große Bedeutung haben. Diese weisen die unangenehme Tendenz auf, die Automatisierung des Reizgeschehens und das Unterhalten des Schmerzkreislaufs zu bewirken.
Von den zentralen Injektionstechniken sollen einige aus dem täglichen orthopädischen Alltag beschrieben werden.

Stellatumblockade:

Das “Sonnengeflecht” liegt als sympathisches Nervengeflecht vor dem 7. Halswirbelkörper im Bereich der unteren HWS und versorgt vegetativ die oberen Extremitäten und Teile des Kopfes. Durch die Blockade mit Lokalanästhetika können chronische Kopf- und Armschmerzen unterschiedlichster Entstehung behandelt werden.

Lumbale Wurzelblockade:

Bei Ischiasbeschwerden im Bereich der Beine erfolgen Injektionen im Bereich der LWS bei therapieresistenten Beschwerden und an die Austrittstellen der Lumbalnerven im Bereich der LWS. Es kommt durch Bandscheibenvorfälle zu einer Druckproblematik im Bereich einzelner Spinalnerven. Durch eine Injektion an der Austrittstelle der Nerven im Bereich der Nervenlöcher kommt es zu einer Schmerzausschaltung und durch Cortisonzusatz zu einer Abschwellung im betroffenen Bezirk. Nach diesen Injektionen kann der seiner Beschwerden gelinderte Patient sich häufig deutlich besser bewegen und der Beinschmerz ist oft reduziert, sodass durch normale Bewegung der LWS es auch zu länger dauernder Schmerzreduktion kommen sollte.

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