Nordengraben 8, 58636 Iserlohn

Das Piriformis-Syndrom

Das Piriformis-Syndrom

Piriformis und Triggerpunkte

Interessanterweise gibt es zwei deutlich unterschiedliche Gruppen, die am meisten gefährdet sind aktive Triggerpunkte im Piriformismuskel zu entwickeln.

Die ersten sind Büroangestellte, Fahrer oder diejenigen, die eine sitzende Tätigkeit ausüben.  In einigen Fällen kann dies auch in Kombination mit dem Piriformis SyndromTragen von ungeeigneten Schuhen verstärkt auftreten.

Die andere Gruppe umfasst besonders aktive Ruderer, Läufer und Radfahrer.

Diese Menschen üben eine reine Vorwärtsbewegung aus, die die Adduktoren und Abduktoren der Hüfte nicht besonderes beanspruchen.

In Kombination mit zusätzlichen Schwächen in den Gesäßmuskeln führt dies häufig zur Entwicklung von aktiven Triggerpunkten im empfindlichen Piriformis.

Piriformis und Sport

Eine andere bei Sportlern häufig auftretende Situation ist Triggerpunkte im Piriformis, die durch Überpronation verursacht werden (ein übermäßiges einwärts Drehen des Fußes bei abrupter Änderung der Laufrichtung).

Der Piriformis-Muskel versucht einem übermäßigen Drehen des Oberschenkels nach innen entgegen zu wirken. Wiederholte Überbeanspruchung des piriformis während der Sportaktivität führt irgendwann zu der Entwicklung von aktiven Triggerpunkten. Diese verursachen ihrerseits eine Schonhaltung und eine Änderung der Spannungsverhältnisse in der Beckenregion mit der Folge eines Beckenschiefstands bzw einer dauerhaften ISG Blockierung.

Behandlung

Die Behandlung der Triggerpunkte im Piriformis gestaltet sich mit manuellen Techniken bleibt oft erfolglos. Bei durchtrainierten Sportlern mit voluminösem Gesäß ist die Anwendung der ischämischen Kompression wegen der dazwischen liegenden Muskelmasse des Gluteus maximus oft nicht effektiv. Die Deaktivierung der Triggerpunkte mittels dry needling ist in diesem Fall die Therapie der Wahl.

Zusätzlich können die oberflächigen Triggerpunkte in den iliosakralen Bändern sehr gut mit der radialen oder fokussierten Stosswellentherapie behandelt werden.

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