Nordengraben 8, 58636 Iserlohn
Allgemein

Triggerpunkte in der Muskulatur der Nacken- Schulter und Kopfregion können wiederkehrende und zeitweise hartnäckige migräneartige verursachen.

Experten haben herausgefunden, dass ein lang andauernder Schmerz von den Triggerpunkten das zentrale Nervensystem sensibilisiert und dadurch Schmerzattacken schneller und öfters ausgelöst werden.

Obwohl der genaue Mechanismus des Zusammenhangs zwischen Triggerpunkten und Spannungskopfschmerzen noch nicht genau geklärt ist, hoffen wir dass in Zukunft die medizinische Forschung neue Erkenntnisse bringt.

In einer aktuellen Studie (Calandre) wurden Triggerpunkte bei 94% der Migräne gefunden. Die Anzahl der individuellen Migräne-Triggerpunkte variierte von 0 bis 14 und es wurde gefunden, dass sie sowohl mit der Häufigkeit von Migräneanfällen als auch mit der Dauer der Beschwerden zusammenhängen.

Etwa 75% der insgesamt gefundenen Triggerpunkte wurden in Temporalis- und / oder Suboccipitalbereichen (Obliquus capitis) gefunden.

Ursachen

Es gibt viele Gründe, warum Muskelverspannungen entstehen können. Fehlhaltungen im Alltag, arbeiten in vorgeneigter Körperhaltung, PC Tätigkeiten, monotone Arbeit, Stress, depressive Stimmungslage können zu einer Verkürzung von Muskelfasern führen. Auch eine unbequeme Stellung des Kopfes im Schlaf kann zu migräneartigen Kopfschmerzen beim Aufwachen führen.

Therapie

Wenn andere mögliche Ursachen auch neurologischer und internistischer Sicht ausgeschlossen sind, kann eine Triggerpunkt Akupunktur durchgeführt werden.

Diese Punkte sind sehr druckempfindlich und können den Kopfschmerz verstärken, wenn man einen Druck länger als 10 sec ausübt.

Die Deaktivierung erfolgt mittels Akupunkturnadeln. Es kann alternativ ein lokales Betäubungsmittel mit / ohne einer kleinen Kortisonmenge infiltriert werden.

Die behandelten Muskeln werden anschließend manualltherapeutisch mit osteopathischen Techniken gedehnt.

Bei sehr hartnäckigen Schmerzen wird zusätzlich eine Infusionstjerapie appliziert.

Komplikationen / Nebenwirkungen

Diese sind äußerst selten. Die der Triggerpunkte ist unangenehm bzw. leicht schmerzhaft.

Nach der Behandlung empfindet man ein Gefühl von Muskelkater, das schon nach wenigen Stunden max nach 3 Tagen wieder verschwindet.

Vorbeugen

Präventiv sollte man die betriebsüblichen Pausen zur Mobilisierung der Halswirbelsäule nutzen und die Ergonomie am Arbeitsplatz überprüfen. Sportliche Betätigung, Yoga oder Pilates sind sehr zu empfehlen. Moderne Gewohnheiten, wie z.B. langes Telefonieren mit dem Handy oder langes Surfen sollten vermieden werden.

Kosten der Therapie

Die Triggerpunkt Akupunktur gehört zu den privatärztlichen Leistungen. Die Behandlungskosten orientieren sich an der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Die Höhe richtet sich nach Aufwand, Zeitdauer und Anzahl der behandelten Regionen.

Ein Erstattungsanspruch gegenüber der gesetzlichem Krankenversicherung besteht nicht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an unser Praxisteam.

Triggerpunkte und Kopfschmerzen

M. trapezius

Triggerpunkte und Kopfschmerzen

M. sternokleidomastoideus

Bildquelle: Janet G. Travell und David G. Simons

 

27jähriger Patient mit chronischen Nacken-, Schulterschmerzen teilweise begleitet von migräneartigen Kopfschmerzen und Drehschwindel. Triggerpunkte Behandlung mit dry needling in den entsprechenden Muskeln. Man sieht die vegetative Reaktion (Hautrötung) um die Nadeln.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailFacebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail