Nordengraben 8, 58636 Iserlohn

Akupunktur in der Gesässmuskulatur

Triggerpunkte in der Gesäß- und Beckenbodenmuskulatur sind fast immer mit einer ISG-Blockierung vergesellschaftet. Sie können zusätzlich zu den Kreuzschmerzen für vielfältige Beschwerden im Urogenitaltrakt und Analregion verantwortlich sein.

Beschwerden:

Die häufigsten davon sind:

  • chronische Prostatitis mit Vergrösserung der Prostata bei Männern
  • interstitiele Cystitis (nicht bakterielle Harnblasenentzündung ohne Keimnachweis im Urin)
  • Dysurie – Harndrang und/oder brennende Schmerzen beim Wasserlassen, unwillkürlicher Harnabgang
  • funktioneller anorektaler Schmerz, weiche Stühle, Schmerzen bei Defäkation
  • Juckreiz in der Afterregion
  • Dyspareunie – Schmerzen beim Geschlechtsverkehr bei den Frauen
  • Erektile Dysfunktion

Die Erklärung dafür, warum Muskelknoten solche Beschwerden verursachen können liegt in der dauerhaften Nervenentzündung, die auf andere Organe übertragen wird und eine neurogene Entzündung (ohne nachweisbare Erreger) verursacht.

Therapie der Triggerpunkte:

Die Behandlung der Triggerpunkte bringt erfahrungs- und literaturgemäß (Functional and Chronic Anorectal and Pelvic Pain Disorders, Adil E. Bharucha, M.B.B.S, M.D.and Emanuel Trabuco, M.D. ) bei über 70% der Patienten langfristig eine deutliche Linderung der Beschwerden.#
Die Behandlung kann manuell, mit der Stoßwellentherapie, oder direkte Infiltration der Triggerpunkte mit einem lokalen Betäubungsmittel erfolgen. Die effektivste Therapie mit dem geringsten Risiko wird erfahrungsgemäß mit einer Akupunkturnadel (Dry needling) in Kombination mit SWT durchgeführt.

In der Regel sind 7 bis 10 Sitzungen erforderlich, um sämtliche Triggerpunkte und die Begleitbeschwerden entlang der gesamten Wirbelsäule bis zu den Kopfgelenken zu beseitigen.

Manche Patienten berichten schon nach der ersten Behandlung ein normales Sexualleben wiedererlangt zu haben. Der Harnstrahl hat sich normalisiert und der Blasenschmerz bzw Druck hat sich zurückgebildet.

Ältere Patientinnen berichten nach der Behandlung ihrer Kreuzschmerzen mit Deaktivierung der Triggerpunkte im M. piriformis eine Verbesserung der Kontrolle über ihre Harnblase.

Folgend die häufigsten Triggerpunktelokalisation im M. gluteus medius (links), gluteus minimus (Mitte) und piriformis (rechts).

Fotoquelle: © Trigger & Kohls Verlag M.

 

 

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